Logo mit Text Mehr-Blick und den zwei Symbolen - eine Welle unter der Schrift aus drei Strichen - rechts daneben ein blaues Steuerrad mit acht Speichen, in dessen Zentrum ein roter Punkt mit einer weissen Mitte / Mehr-Blick-Supervision am Bodensee

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3. Meine Orientierung an ethischen Standards:


Ich verstehe mich als Supervisor als allparteilich und lasse alle Beteiligten und ihre Bedürfnisse gehört werden.

Supervision tritt ein für die Autonomie des Einzelnen, sie verhilft zur Sprachfähigkeit und zur Selbstwahrnehmung.

Ich setze mich ein für Emanzipation, Beziehungskompetenz und Entscheidungsfähigkeit.


Supervision respektiert die Einmaligkeit und Würde des Menschen.

Ich arbeite aufgrund einer christlichen Anthropologie, die jeden Menschen als einzigartig und als Ebenbild Gottes ansieht.

Die Würde jedes Menschen gilt unabhängig von seiner Leistungsfähigkeit und Vermarktbarkeit.

Supervision tritt ein für soziale Gerechtigkeit und gegen schrankenlose Verwertung der Arbeitskraft.


Meine anerkannte Ausbildung als Supervisor mit dem „Abschluss Master of Arts“ erfolgte nach festgelegten Qualitätsstandards. Begleitend besuche ich zur Qualitätssicherung Kontrollsupervisionen und Fortbildungen.


Der Supervisionskontrakt gibt eine klare Vereinbarung und Transparenz über Ziele, Dauer, Kosten usw. (vgl.  Kontrakt ).


Es gilt die Vertraulichkeit und Verschwiegenheit gegenüber Dritten, auch nach dem Supervisionsprozess. Im Kontrakt kann ggfs. auch vereinbart werden, wer über welche Ergebnisse eine Leitung wie informiert.


Zwischen SupervisorIn und SupervisandIn soll es zu keiner Rollenvermischung in Form von Abhängigkeitsverhältnissen oder privaten Verbindungen kommen.


Verbände der Supervision (bso, DGSv) haben ethische Standards festgelegt.

Der Beratungskodex bso verpflichtet zur Achtung der Berufsethik (vgl. beim DGSv die ethischen Leitlinien ).








Ein Auszug der Berufsethik bso:
„Allen Menschen gebührt Achtung und Anerkennung, unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Weltanschau-ung und Lebensgestaltung. Dies bedeutet jedoch nicht die uneingeschränkte Bejahung aller Verhaltensweisen.

>Alle Menschen haben das Recht auf Meinungsäusserungsfreiheit sowie das Recht auf Bildung und Entfaltung ihrer Persönlichkeit.

> Jeder Mensch ist eine einzigartige, eigenständige Persönlichkeit und gleichzeitig auf den Dialog angewiesen. Er bleibt sein Leben lang lernund entwicklungsfähig.

> Beraterisches Geschehen findet immer in Beziehungen statt.

> Wertschätzung und Integrität des einzelnen Menschen stehen für Berater/innen bso an erster Stelle.

> Berater/innen bso distanzieren sich von fundamentalistischen und/oder sektiererischen Positionen, die einzelnen oder mehreren Menschenrechten widersprechen, sie nicht achten oder verletzen.

> Berater/innen bso sind allparteilich. Sie gestalten die Spannungsfelder zwischen institutionellem Auftrag und den Bedürfnissen der beteiligten Personen fachgerecht.

> Berater/innen bso achten die unantastbare Würde der Menschen, sie respektieren autonome Entscheidungen und fördern eigenverantwortliches Handeln.

> Berater/innen bso beraten auf Augenhöhe und handeln authentisch und kongruent. Sie setzen sich kritisch mit sich selbst und mit ihrer Beratungstätigkeit auseinander.

> Berater/innen bso verpflichten sich grundsätzlich zur Verschwiegenheit bezüglich Personen und Inhalte ihrer Beratungstätigkeit. Wenn Berater/innen bso in Gewissenskonflikte geraten, entscheiden sie nach

sorgfältiger Abwägung aller Umstände, entsprechende Informationen weiter zu geben. …“



 Und noch ein Auszug von der DGSv:

„DGSv-Supervisorinnen und Supervisoren begegnen jedem Menschen mit Respekt, unabhängig von dessen Herkunft, Weltanschauung und Lebensgestaltung.

Sie achten die Unantastbarkeit und den Schutz der Würde jedes Einzelnen.

Das berufliche Handeln in der Supervision basiert auf Fachlichkeit sowie auf ethischen und wissenschaftlichen Grundlagen.

Supervisorisches Handeln bewegt sich im Spannungsfeld von Individuum und Gesellschaft.“

„Sie gestalten ihr Vorgehen gegenüber Auftraggebern, Supervisandinnen und Supervisanden transparent. In der praktischen Arbeit stehen Offenheit und Verschwiegenheit in einer Spannung zueinander.

Dies wird bei Kontraktabschluss, im daraus resultierenden Beratungsprozess und der Auswertung angemessen berücksichtigt.

In der Praxis, Ausbildung und Forschung bedeutet dies: die menschliche und fachliche Qualität von Beratungs-, Ausbildungs- und Forschungsprojekten hat Vorrang vor ökonomischen Interessen.

Daher verbietet sich auch die Übernahme von Aufträgen totalitärer, sexistischer, fremdenfeindlicher oder rassistischer Organisationen von Selbst.“

„Jede Vorteilsnahme und jeder Missbrauch – ob zu Gunsten wirtschaftlicher, sozialer, sexueller oder anderer persönlicher Interessen – wird eindeutig abgelehnt. Die Mitglieder der DGSv achten darauf, dass sie zum System ihrer Klientinnen/Klienten und Kunden genügend Distanz haben.

Sie respektieren den Persönlichkeitsschutz und verpflichten sich insbesondere zum verantwortungsvollen Umgang mit Macht und Abhängigkeit.“

Was verstehe ich unter Ethik der Supervision ?


Ethik fragt das selbstverständliche, oftmals gedankenlose Handeln im Alltag.


Auch Supervision unterbricht die Routine und entschleunigt.  

1.  Supervision und Ethik sind Unterbrechungen:

Supervision nimmt wie Ethik Abstand von der Praxis und denkt über das (eigene) Handeln nach.


Supervision gibt keine Entscheidungen vor, sondern bietet Freiraum zum Nachdenken. Darin ist Supervision Entlastung, sie befreit von Über- und Unterforderungen. Es ist eine begrenzende Entschleunigung in einer schnelleren und entgrenzenden Arbeitswelt.

tiefroter Sonnenuntergang über dem grauschwarzem Meer ǀ Mehr-Blick - Supervision Sandwellen am Strand, gebildet bei Ebbe - ǀ Mehr-Blick - Supervision silbrig glänzendes Meer, im Vordergrund von unten einige schwarze dünne Äste, oberes Fünftel bildet dunkelgrau der Himmel ǀ Mehr-Blick - Supervision Strandwellen aus Sand bei Ebbe ǀ Mehr-Blick - Supervision Segelboot mit gesetzten Segeln - ǀ Mehr-Blick - Supervision

2. Supervision berät bei ethischen Dilemmata und Entscheidungsfragen.


Beruflich wichtige Fragen und Handlungsalternativen, die einander ausschliessen, bedürfen manchmal der Bearbeitung in der Supervision, um eigene Entscheidungen und Urteile zu unterstützen.


Je nach Frage und Anliegen werden in der Supervision die beeinflussenden Komponenten identifiziert, unterschieden und abgewogen. Eine Entscheidung kann so in reflektierter Verantwortung für das eigene Handeln meist gefunden und begründet werden.